Die Durchführung erfolgt nur mit einer Delegation Ihrer Haus- oder Fachärztin bzw. Ihres Haus- oder Facharztes.
Warum ist eine Tracheoskopie im Trachealkanülenmanagement notwendig?
Bei Patientinnen und Patienten mit einer Trachealkanüle ist eine regelmäßige und gezielte Kontrolle der Atemwege besonders wichtig. Veränderungen in der Luftröhre bleiben häufig unbemerkt, können jedoch die Atmung, das Abhusten von Sekret und die Sicherheit beim Schlucken erheblich beeinträchtigen.
Die Tracheoskopie ist eine endoskopische Untersuchung, bei der mit einer kleinen Kamera direkt in die Luftröhre (Trachea) geschaut wird. Sie ermöglicht eine exakte Beurteilung der Situation rund um die Trachealkanüle, die von außen nicht möglich ist.
Durch die Tracheoskopie kann zuverlässig festgestellt werden:
- ob die Trachealkanüle richtig liegt
- ob sich Sekretansammlungen, Krusten oder Entzündungen gebildet haben
- ob es zu Verletzungen, Druckstellen oder Verengungen der Luftröhre gekommen ist
- ob die Atemwege frei und sicher sind
Diese Untersuchung ist entscheidend für die Sicherheit der Patient:innen.
Fehlpositionen der Kanüle oder unerkannte Sekretansammlungen können zu Atemnot, Infektionen oder schweren Komplikationen führen.
Darüber hinaus ist die Tracheoskopie ein zentraler Bestandteil bei der Beurteilung, ob:
- eine Sprechventilversorgung möglich und sicher ist
- ein Kanülenwechsel erforderlich ist
- eine Reduktion der Kanüle oder eine Entwöhnung (Dekanülierung) in Betracht gezogen werden kann
Ohne die direkte Sicht in die Luftröhre lassen sich diese Entscheidungen nicht zuverlässig und nicht sicher treffen.
Die Tracheoskopie trägt somit wesentlich dazu bei,
- Komplikationen frühzeitig zu erkennen
- Infektionen und Atemprobleme zu vermeiden
- die Atmung, Kommunikation und Lebensqualität zu verbessern
- ein sicheres und individuelles Trachealkanülenmanagement zu gewährleisten

